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Unter Drohungen haben die BaZ-Drucker eine bittere Pille geschluckt

An der Betriebsversammlung vom 13. Februar 2013 haben die betroffenen Angestellten dem Angebot der Unternehmensleitung zugestimmt. Neu enthält der Sozialplan die einmalige Abfindungsleistung von 400 Franken pro geleistetes Dienstjahr. Gefordert waren 1000 Franken pro Dienstjahr. Der Streik hat für die Betroffenen wenigstens eine kleine Honorierung ihrer Arbeitsleistung und Treue gebracht.

Der Streik von Sonntagabend war nicht illegal. Es ist ein Grundrecht in der Schweiz zu streiken, solange dies nicht anders in einem GAV vermerkt ist. Die beispiellose Arroganz der Unternehmensleitung mündete schliesslich in Drohungen wie: «wir schliessen die Druckerei sofort» oder «den Streikenden wird sofort gekündigt». Derart unter Druck gesetzt erhielten die Druckerinnen und Drucker heute über den Präsidenten ihrer Personalkommission Ralph Lange ein «Angebot», das sich liest wie ein Geheimprotokoll. Einseitig von CEO Rolf Bollmann unterschrieben, enthielt es eine ganze A4-Seite voller Drohungen und eine Viertelseite Angebot.

 

Die Gewerkschaft syndicom wurde von CEO Bollmann nicht als Verhandlungspartner akzeptiert. syndicom hatte eine Mediation durch das Amt für Wirtschaft und Arbeit vorgeschlagen, um zu versuchen, das Resultat noch zu verbessern. Zuletzt war die Befürchtung bei den Betroffenen zu gross, noch mehr als das, was sie schon aufgeben müssen, zu verlieren. Deshalb hat die Betriebsversammlung mit der Faust im Sack heute Abend Ja zum Angebot von 400 Franken pro geleistetem Dienstjahr gesagt.


Eines ist den BaZ-Druckern jedoch geblieben. Die breite Unterstützung und Sympathie nimmt ihnen niemand weg. Die über 1000 Unterschriften, die in knapp zwei Tagen mit ihrer Petition gesammelt wurden, sind eine grosse Bestätigung für die Betroffenen.

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