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«Edito + Klartext» auf neuer Basis

Ab 2013 gibt der neue Verein Edito + Klartext das gleichnamige Medienmagazin heraus. Die Trägerschaften haben sich zusammengeschlossen. Ein neues Kapitel in einer traditionsreichen Geschichte. 

1980 gründete die ehemalige Schweizerische JournalistInnen-Union (damals eine Sektion des VPOD) eine Stiftung zur Herausgabe des kritischen Medienmagazins «Klartext».

Mit der Fusion zu comedia übernahm die neue Gewerkschaft ab 1999 die Rolle der «Klartext»-Stifterin, bis comedia 2011 von syndicom abgelöst wurde. Kritisch, bisweilen frech und immer fachkundig durchleuchtete «Klartext» die ­Medien, ihre Entwicklung und die Szene. In den ersten Jahrzehnten war das Magazin allein auf weiter Flur; mit der Zeit entstanden weitere Medienmagazine: Das SSM (Schweizer Syndikat Medienschaffender) gab die «SSM-Gazette» heraus. Seit 2009 publizierten der Berufsverband Impressum und das SSM gemeinsam das Magazin «Edito» in Deutsch und Französisch. Bereits drei Jahre davor war mit «Schweizer Journalist» in der Deutschschweiz ein drittes Magazin auf den Markt gekommen, herausgegeben durch den österreichischen Verleger Johann Ober­auer, redaktionell verantwortet durch den jungen deutschen Journalisten Markus Wiegand. Alle drei Publikationen litten unter dem rückläufigen Werbemarkt. In dieser Situation wurden allerseits Kooperationen gesucht. Der Stiftungsrat Klartext lancierte mit dem Verein Edito ab Frühling 2011 ein Joint-Venture zur Herausgabe eines gemeinsamen Heftes mit zusammengeführten Titeln. Diese fast zweijährige Testphase erwies sich als fruchtbar. Daher entschlossen sich die drei Organisationen syndicom, Impressum und SSM, nach dem Magazin im Vordergrund auch die Trägerschaften im Hintergrund zusammenzulegen. In intensiven Gesprächen zwischen den drei Verbänden einigte man sich auf die publizistischen Grundsätze, die Rechtsform, die Statuten und die Aufteilung der Finanzen. Der Verein Edito + Klartext konnte nach dem grünen Licht aus allen drei Gewerkschaften/Verbänden am 10. Dezember 2012 aus der Taufe gehoben werden. Die Stiftung Klartext löst sich in den nächsten Monaten auf. Der enorme Einsatz des Stiftungsrats unter Leitung von Präsidentin Marianne Erdin, Vize-Präsident Adrian Scherrer und des ehemaligen Verlegers Bernhard Ott wurde an der Jahresversammlung der Branche Presse und elektronische Medien denn auch gewürdigt und verdankt.

Für die strategische Ausrichtung ist als Vereinsvorstand der Herausgeberrat zuständig, aus seinen Reihen wird ein geschäftsführender Ausschuss gebildet. Die Verlagsgeschäfte werden wie schon während des Joint-Ventures von Bachmann Medien in Basel betreut, und für die Redaktion arbeiten weiterhin die beiden Co-Chefredaktoren Christian Campiche und Philipp Cueni sowie die beiden Redaktorinnen Bettina Büsser und Helen Brügger mit insgesamt rund 130 Stellenprozenten.

Vereinspräsident wird der Radiojournalist Daniel Hitzig (SSM). In den Herausgeberrat wurden für syndicom Silvia Luckner (Fotografin und Vize-Präsidentin der Branche Presse), Roland Kreuzer (Leiter Sektor Medien) und die Schreibende als Zentralsekretärin der Branche gewählt.

* Stephanie Vonarburg ist Zentralsekretärin Branche Presse und elektronische Medien.

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