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Der Kampf geht weiter

Ende September hat sich das mit dem Sozialplan unzufriedene Personal der ehemaligen IRL Swissprinters in Renens erneut mobilisiert. Rund 50 Personen forderten vor Ringier Romandie in Lausanne eine Verbesserung des «Sozialkonzepts». Ringier ist Hauptaktionärin von Swissprinters. 

Der Empfang durch die Kolleginnen und Kollegen von «L’Hebdo», «L’Illustré» und anderen Ringier-Publikationen war sehr herzlich. Es ging darum, über die bisherigen, von der Ringier-Presse igno­rierten Ereignisse im Zusammenhang mit dem Kampf der IRL zu informieren. Ausserdem war es die Gelegenheit, sich in einem offenen Brief an Michael Ringier, den Hauptaktionär der Aargauer Holding, zu wenden. Zwar konnte ein Teil der Arbeitsplätze dank der am 1. Oktober neu gegründeten Firma IRL+ ­gerettet werden, aber rund 40 Angestellte stehen auf der Stras­se. Ringier findet seinen Sozialplan «grosszügig», zahlt aber trotzdem keine Abgangsentschädigungen, obwohl die vom Konzern angewandten Sozialpläne solche vorsehen.

 

Ausserdem verweigert er den Angestellten, die arbeitslos werden oder eine Teilzeitarbeit akzeptieren, einen Lohnausgleich, der sich am Lohn ihrer Kolleginnen und Kollegen ausrichtet.

 

Ringier fehlt es nicht an den notwendigen Mitteln, weil seine Gruppe erst im September fast 200 Millionen locker machen konnte, um (für insgesamt 390 Millionen) zusammen mit Tamedia, die bereits Mit­aktionärin von Swissprinters und «Le Temps» ist, «Job.ch» zu kaufen.

 

Ringiers «interne Probleme»

Am Vortag der Aktion hatten die Angestellten eine Wiederaufnahme der Verhandlungen gefordert. Ringier antwortete: «In unserem Haus ist es nicht üblich, interne Probleme in der Öffentlichkeit zu diskutieren.» Ganz schön dreist, von «internen Problemen» zu sprechen, nachdem Ringier 2012 durch die Schliessung von drei Druckereien in der Schweiz über 350 Beschäftigte «ausgelagert» hat! Ganz zu schweigen von den finanziellen und sozialen Folgen dieser Entlassungen für die öffentliche Hand. Angesichts der Weigerung bereitet sich das Personal nun darauf vor, die Öffentlichkeit namentlich durch Leserbriefe zu sensibilisieren. Andere Aktionen werden voraussichtlich folgen.

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